Forschungsprojekt

Dieses Forschungsprojekt der ARA - Montafon wurde gefördert von:

  • Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  • Amt der Vorarlberger Landesregierung

 

Stromsparpotential der Abwasserreinigungsanlage
ARA - Montafon Vorarlberg

Objektbereich
Energetische Grob- und Feinanalyse

 

Luftbild ARA-Montafon
Abwasserverband Montafon 6773 Vandans
Untersuchungszeitraum Jänner 1992 - Jänner 1994/98

 

Endbericht

 

Inhalt siehe Menue

 


1. Projekt - Team:

Energieprojektersteller (1993):

Oswald Hepperger
6773 Vandans

Projektant (ab 4/1997)

M+G ingernieure
Ing. Roland Mayrhofer Planungs-GmbH
Leusbündtweg 12
6800 Feldkirch
Tel. 0043/5522/72475

Mit Unterstützung:

Amt der Vorarlberger Landesregierung
Abteilung VIa Dr. Adolf Groß
Abteilung VIId Dipl. Ing. Fritz Osterkorn
Abteilung Vif Dr. Klaus König

Energieinstitut Vorarlberg
Dipl. Ing. Thomas Kopf
Dipl. Ing. Kurt Hämmerle

Landeswasserbauamt Bregenz
Dipl. Ing. Erich Berthold
Dipl. Ing. Clemens Mathis

Vorarlberger Illwerke AG
Ing. Rainer Salamon

Messungen der Elektroleistung
Fa. Markus Stolz GmbH & Co KG Bludenz
Andreas Berger

Firma Applied Chemicals
Ing. Sailer

Fa. Hillinger Laborbedarf, St. Pölten
Laboruntersuchung und Materialbereitstellung

Fa. Dr. Bruno Lange Obergrafendorf
Bereitstellung aller Prozeßgeräte

Fa. ETS Elektrotechnik Claus Salzmann Saalfelden
Auswertung der Meßdaten der Fa. Hillinger und Dr. Lange

ARA Personal und Umsetzung des Energieprojektes 1993:
Oswald Hepperger BL
Wilhelm Ebner
Günter Doblinger
Michael Baldauf

Der Abwasserverband Montafon dankt dem Projektteam für die engagierte Mitarbeit bei der Analyse dieses Projektes.

 

Sehen Sie dazu eine Zusammenfassung

 

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2. Allgemeines

Der Abwasserverband Montafon betreibt in Vandans eine zentrale Abwasserreinigungsanlage und die nachstehend angeführten Gemeinden sind Mitglieder des Abwasserverbandes Montafon.

  • Bartholomäberg
  • Gaschurn
  • Schruns
  • Silbertal
  • St. Anton
  • St. Gallenkirch
  • Tschagguns
  • Vandans

Bei einem Weiterbildungskurs im WIFI schrieb ich eine Projektarbeit mit dem Thema Energiepotenziale in der ARA Montafon.

Die zentrale Abwasserreinigungsanlage wurde im Jahre 1984 in Betrieb genommen und für das Ausbaujahr 2000 wurden 50.000 EW 75 zugrundegelegt.

Für die energetische Feinanalyse sind der Energieverbauch und die Energiekosten des Jahres 1992- 1998 die Grundlage.

Der Betriebsleiter der ARA Vandans, Herr Oswald Hepperger, hat im Zuge von vielen Vorarbeiten ein Energieprojekt auf der energietechnischen Seite erarbeitet und in weiterer Folge mit dem Betriebspersonal auf der ARA Montafon umgesetzt.

Durch das neue Wasserrechtsgesetz und die Verschärfung der Anforderungen an den Ablauf der ARA aufgrund der neuen Emissionsverordnung, sind zusätzlich zu den energietechnischen Fragen auch noch weitere zukünftige Aus- oder Umbauten, wie z. B. Verbesserung der Nitrifikation/Denitrifikation, in die Betrachtungsweise miteinzubeziehen.

Bei der gesamten Betrachtungsweise wurden bei der Ermittlung der Jahreskosten für die einzelnen Maßnahmen nur der energietechnische Anteil mit berücksichtigt. Verbesserungsmaßnahmen, die in den Bereich der Instandhaltung fallen oder der Erneuerung bzw. Anpassung an den Stand der Technik hinzuzurechnen sind, wurden in den Kostenbetrachtungen nicht berücksichtigt, weil diese Maßnahmen auch ohne Berücksichtigung von energiesparenden Maßnahmen erforderlich gewesen wären.

Zusätzlich können durch die Änderung der Betriebsweise bei einzelnen Verfahrensstufen nicht nur enorme Mengen an Energie gespart werden, sondern es wird auch noch zusätzlich eine Verbesserung der Ablaufwerte erreicht. Dadurch können gleichzeitig zwei positive Ziele realisiert werden.

Folgende Unterlagen der ARA Vandans standen zur Verfügung:

  • Betriebsrapporte 1992 - 1996
  • Messungen von den Jahren 1992 - 1998
  • Aufzeichnungen über Betriebsstunden der Aggregate und Motoren
  • Unterlagen über Detail- und Ausführungsprojekte

Zur Vervollständigung wurden noch zusätzliche Aufnahmen, Messungen und Analytik vor Ort durch geführt. Die Ergebnisse der Messungen sind im Anhang dokumentiert.

 

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3. IST - Zustand

  1. Energieverbrauch Ist und Beurteilung
  2. Energetische Beurteilung Ist - Zustand

Die Ermittlung des Ist - Zustandes erfolgte in der ARA Montafon anhand der Messungen und Aufzeichnungen des Betriebspersonals, welche im Anhang beigelegt sind.


3.a Energieverbrauch Ist und Beurteilung

Sehen Sie dazu eine IST - Zustands Anaylyse


3.b Energetische Beurteilung Ist - Zustand

Sehen Sie die Beurteilung dazu

 

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4. Bestehende Anlagen

  1. Rechengebäude
  2. Sandfang mit Mamutpumpe
  3. Schlammentwässerung und Flockungsmittel
  4. Vorklärbecken
  5. Belebungsbecken
  6. Nachklärbecken
  7. Faulung
  8. Schlammhalle
  9. Fällmitteldosieranlage und ph Regulierung
  10. Heizungsanlage elektrische Leistung
  11. Heizungsanlage thermische Leistung

4.a Rechengebäude

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.11 Rechen 1 Purator Purator HR 200
3.12 Rechen 2 Purator Purator HR 201
3.13 Förderband 1 Purator Ömlschleger Muchna
3.14 Förderband 2 Purator Ömlschleger Muchna
3.15 Rechengutpresse Purator Trummer KR 20
3.16 Garagentor 1 Lindpointner


3.17 Garagentor 2 Lindpointner


3.18 Beleuchtung



 

Der Rechen

Der Rechen


4.b Sandfang

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.21 Räumer Purator Purator SSR
3.22 Gebläse 1, 3 stufig Purator Aerzener GMa 12.6
3.23 Gebläse 2, 3 stufig Purator Aerzener GMa 12.6
3.24 Mamutpumpe Korzinek & Weisse Geb. Becker B3
3.25 Antrieb Silo Purator Auma
entfällt
3.26 Kronenheizung Rist Normat E/BL
3.27 Schlammpumpe Purator ABS AF 30-4
3.28 Belüftung


grobblasig

 

Mamutpumpe

Mamutpumpe Korzinek & Weisse Gebr. Becker Type L3

 

Der ölgeschmierte Luftverdickter L3, Fabrikat Becker, wird beim Sandfangbecken als Sandhebeanlage eingesetzt, wo er zum Heben des Sandes Luft in das Sandfangbecken pumpt.

Dieser Verdichter, der sich durch robuste Bauweise, lange Wartungsintervalle und hohen Wirkungsgrad auszeichnet, wird nicht ausgetauscht, da er sich nach 15 Jahren Betrieb noch immer in gutem Zustand befindet.

Zusätzlich wird das öffreie Nachfolgemodell Type DTLF 250 angeschafft und in Betrieb genommen. Eine Parallelschaltung ist möglich und wird vorgenommen. Durch die ölfreie Arbeitsweise dieser Verdichterart trägt man einmal mehr dem Umweltschutzgedanken Rechnung.

Es gibt kein Öl in der Druckluft, auch Getriebeöl fällt nicht an, tropft bei Undichtheiten bzw. Verschleiß der Dichtungen nicht ins Erdreich muß auch nicht gewechselt und entsorgt werden (Kostenersparnis).

 

Der Verdichter

Verdichter DTLF 250

 

Den Vertrieb und den Service für diese Verdichter hat für die Firma Becker der österreichische Generalvertreter Firma Korzinek & Weisse 1120 Wien, übernommen, welche 19998 Ihr 90-jähriges Gründungsjubiläum feierte.

Diese Firma bietet neben ausgezeichneter fachlicher Beratung in Verdichterfragen auch Hilfestellung in Notsituationen. Die angeschlossene Reparaturwerkstätte übernimmt Servicearbeiten und Reparaturen und stellt auch Leihgerärte zur Überbrückung zur Verfügung. Neugeräte und Ersatzeile sind großteils lagernd.

Architekten, Planer, Behörden und Private, Kurz alle Interessierten erhalten auf Wunsch ausführliche Unterlagen, Ausschreibungstexte und praktische Hinweise. Überzeugen Sie sich selbst, rufen Sie 01/813 82 13 fordern Sie per Fax 01/813 83 00 Unterlagen an, oder besuchen Sie die Fa. Becker im Internet http://www.becker-internatinal.com.

 

Sandfang

Belüfteter Sandfang mit Öl- und Fettabscheider

 

Sandfang Gebläse

Sandfang Gebläse Aerzner GMa 12.6


4.c Schlammentwässerung

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.31 Lüftungsanlage Stufe 1 Ortner Ortner

3.32 Lüftungsanlage Stufe 2 Ortner Ortner

3.33 Beleuchtung Rist Zumtobel

3.34 Rührwerk Klein Klien SEW
3.35 Dosierpumpe Klein Netsch

3.36 Auflockerungsgebläse Klein Klein SEW
3.37 Doppelwellenmischer Klein Klein SEW
3.38 Förderband Klein Klein

3.39 Spülwasserpumpe Klein SEW
Keine Gleitringdichtung
3.310 Schlammdosierpumpe Klein SEW

3.311 Mischtopf Klein Klein

3.312 Siebband Klein Klein

3.313 Filterrüttler Klein Klein

3.314 Kompressor Klein BOGE SBD 125-1,9/18
3.315 Garagentor Lindpointner Lindpointner

3.316 Aufzug Freisler GIS

 

Schlammpresse

Schlammpresse

 

Maschinelle Schlammentwässerung mit Aufkalkung

 

Einsatz von Flockungsmittel

Einsatz von Flockungsmittel

 

Einsatz von Flockungsmittel:

Es wurden verschiedene Flockungsmittel gefahren - flüssig und pulverisiert.
Mit dem Flockungsmittel der Firma Applied Chemicals Handels-G.m.b.H. in Wien Zetag 57 wurde die höchste Trockensubstanz auf der Kleinsiebbandpresse mit 22 % TS bei einem Durchsatz von Flüssigschlamm mit 12 m³/h erreicht.


4.d Vorklärbecken

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.41 Räumer Purator Purator VEM
3.42 Primäschlammpumpe 1 Purator ABS AFP-4
3.43 Primärschlammpumpe 2 Purator ABS AFP-4
3.44 Kronenheizung Rist Normat EKV

 

Vorklärbecken

Vorklärbecken


4.e Belebungsbecken

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.51 O2 Gebläse 1 Stufe 1 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.52 O2 Gebläse 1 Stufe 2 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.53 O2 Gebläse 1 Stufe 3 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.54 O2 Gebläse 2 Stufe 1 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.55 O2 Gebläse 2 Stufe 2 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.56 O2 Gebläse 2 Stufe 3 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.57 O2 Gebläse 3 Stufe 1 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.58 O2 Gebläse 3 Stufe 2 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.59 O2 Gebläse 3 Stufe 3 Purator Aerzner 6 GMb 16.12
3.510 Rührwerk 1 Purator Flygt 4410
3.511 Rührwerk 2 Purator Flygt 4410
3.512 Belüfter



 

Belebungsbecken

Belebungsbecken

 

Gebläse mit Antrieb

Gebläse mit Antrieb


4.f Nachklärbecken

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.61 Räumer 1 Purator VEM BR 65
3.62 Räumer 2 Purator VEM BR 66
3.63 Räumer 3 Purator VEM BR 67 Betrieb mit 3 Becken
3.64 Räumer 4 Purator VEM BR 68 Betrieb mit 3 Becken
3.65 Räumer 5 Purator VEM BR 69 *
3.66 Räumer 6 Purator VEM BR 70 *
3.67 Überschußschlp. 1 Purator ABS AF 22-4
3.68 Überschußschlp. 2 Purator ABS AF 22-4
3.69 RLS-Schneckenp. 1 Stufe 1 Purator Purator SEW
3.610 RLS-Schneckenp. 1 Stufe 2 Purator Purator SEW *
3.611 RLS-Schneckenp. 2 Stufe 1 Purator Purator SEW
3.612 RLS-Schneckenp. 2 Stufe 2 Purator Purator SEW *

* zum Zeitpunkt der Messung nicht in Betrieb, da zu geringe Belastung für die ARA

 

Rücklaufschlammpumpen

Rücklaufschlammpumpen

 

Nachklärbecken

Nachklärbecken


4.g Faulung

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.71 Entschwefler Purator MWB TG 400
3.72 Umwälzpumpe 1 Purator Vogel 154 W
3.73 Umwälzpumpe 2 Purator Vogel 154 W
3.74 Voreindicker Purator Purator VEM Betrieb mit Beschickung
3.75 Frischschlammp. 1 Purator Netsch Excenter
3.76 Frischschlammp. 2 Purator Netsch Excenter
3.77 Grobstoffzerkleinerer 1 Purator Netsch NB 180 Schneidefläche
3.78 Grobstoffzerkleinerer 2 Purator Netsch NB 180 Schneidefläche
3.79 Schwimmschlammzerst. 1 Purator Purator SEW
3.710 Schwimmschlammzerst. 2 Purator Purator SEW
3.711 Gasverdichter 1 Purator Ochsner VEM
3.712 GAsverdichter 2 Purator Ochsner VEM

 

Faulung

Faulung


4.h Schlammhalle

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.81 Annahmestation Huber Huber

3.82 Begleitheizung Rist


3.83 Fäkalpumpe 1 Purator ABS AF 22-4
3.84 Fäkalpumpe 2 Purator ABS AF 22-4
3.85 Beleuchtung Rist Zumtobel


4.i Fällmitteldosieranlage

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.91 Pumpe 1 MWB UTB TNS T24
3.92 Pumpe 2 MWB UTB TNS T24
3.93 Pumpe 3 MWB UTB TNS T24

 

Fällmitteldosieranlage

Fällmitteldosieranlage für Eisen II

 

Nachklärbecken

Nachklärbecken

Die ph Anhebung in der Belebungsanlage wird mit einer Abfallauge von der Firma Collini eingestetzt.
Der ph Wert sinkt ohne Zugabe der Lauge auf 5,8 in der Belebung ab und der Wirkungsgrad würde sich wesentlich verschlechtern. Es müssen ca. 500 - 1100 l / Tag an Lauge zugegeben werden.


4.j Heizungsanlage elektrische Leistung

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.101 Wärmepumpe 1 Sulzer Escher Wyss Sulzer Escher Wyss
3.102 Wärmepumpe 2 Sulzer Escher Wyss Sulzer Escher Wyss
3.103 BHKW 1 Sulzer Escher Wyss Jenbacher JW 60
3.104 BHKW 2 Sulzer Escher Wyss Jenbacher JW 60
3.105 Grundwasserp. 1 Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.106 Grundwasserp. 2 Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.107 Pneumatex Sulzer Escher Wyss Pneumatex

3.108 Hzg. Pumpe WP 1 Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.109 Hzg. Pumpe WP 2 Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1010 Hzg. Pumpe Speicher WP Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1011 Hzg. Pumpe Zubringer WT Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1012 Hzg. Pumpe WT Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1013 Hzg. Pumpe Zubringer Lüf. Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1014 Hzg. Pumpe Entschwefler Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1015 Hzg. Pumpe Sitzungszimmer Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1016 Hzg. Pumpe Betriebsgeb. Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1017 Hzg. Pumpe Boiler Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1018 Hzg. Pumpe Zubringer BHKW Sulzer Escher Wyss Pneumatex

3.1019 Hzg. Pumpe Zubringer BHKW1 Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1020 Hzg. Pumpe Zubringer BHKW2 Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1021 Pneumatex Sulzer Escher Wyss Grundfos

3.1022 Pneumatex Sulzer Escher Wyss ACS

3.1023 Lüftungsanlage Ortner


 

Faulung

Heizungsanlage


4.k Heizungsanlage thermische Leistung

Nr Verbraucher
Standort
Lieferant Fabrikat Typ
Modell
Bemerkung
3.111 Wärmepumpe 1 Sulzer Escher Wyss Sulzer L2GH225CB
3.112 Wärmepumpe 2 Sulzer Escher Wyss Sulzer L2GH225CB
3.113 BHKW 1 Sulzer Escher Wyss Jenbacher JW 60
3.114 BHKW 2 Sulzer Escher Wyss Jenbacher JW 60

 

Wärmepumpen

Wärmepumpen

 

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerk

 

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5. Beurteilungs- / Maßnahmenkatalog

  1. Rechengebäude
  2. Sandfang
  3. Schlammentwässerung
  4. Vorklärbecken
  5. Belebungsbecken
  6. Nachklärbecken
  7. Faulung
  8. Schlammhalle
  9. Fällmitteldosieranlage
  10. Heizungsanlage elektrische Leistung

 

Die notwendigen Maßnahmen werden wie folgt abgekürzt:

S ... für sofortige Maßnahmen
K ... für kurzfristige Maßnahmen
A ... für abhängige Maßnahmen


5.a Rechengebäude

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.11
3.12
2 Stück Greiferreihen
Fabrikat: Purator
Starke mechanische
Ausführung
Spaltweite zu groß für 25 mm
Umbau auf eine Spaltweite
von 9 mm
A
3.15 Rechengutwäscher
Fabrikat: Trummer
Schlechte Rechengutwäsche
und Verdichtung
Umbau auf pwl Intervall -
Wasch - Verdichter
Type IWV 2.500
75% Reduktion des Gewichtes
A
3.13
3.14
Förderbänder
Fabrikat: Ölmschläger
Große Verschmutzung
und Korrosionsschäden
Beschickung über Trogförder-
schnecke, geschlossene
Niro Ausführung
A


5.b Sandfang

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.25 Standsilo
Fabrikat: Purator
Sehr schlechte Absetzung
87% organische Teile
(Schlamm und Wasser)
Umbau auf pwl Sandklassierer /
Sandwäscher Type DL 200
87% Gewichtsreduktion
A
3.24 Mamutpumpe
Fabrikat: Becker
Type L3
Robuster Verdichter mit ausge-
zeichneter Leistung bei geringen
Wartungskosten, geringer
Ölverschleiß ins Wasser
Umbau Kellergeschoß zur
O2 Station Parallelbetrieb mit
neuem ölfreiem Verdichter
Fabrikat Becker Typ DTLF 250
A
3.22
3.23
Drehkolbengebläse
Sandfang
Fabrikat: Aerzener
Sehr leistungsfähig,
geringe Wartungskosten,
hohe Effizienz, falscher Standort
Umbau Keller O2 Station A
3.26 Kronenheizung
Fabrikat: Normat
Schlechte Steuerung
Hohe Stromkosten
Steuerungsänderung A
3.28
3.14
Belüftung Grobbelüftung zu hoher
Strombedarf
viel Korrosionsschäden
Umbau mittelblsige Belüftung
(Material PVC)
A
3.27 Schlammpumpen
Fabrikat: ABS
Keine Mängel: funktionstüchtig Verbesserung der
Reinigungsmöglichkeiten bei
den Rorleitungen
A
3.21 Räumer
Fabrikat: Purator
Korrosionsschäden an den
unterwassergeführten Teilen
Umbau auf Nirosta-Material A


5.c Schlammentwässerung

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.31 -
3.316
2 Stück Schlamment-
wässerung komplett
Fabrikat: Fa. Klein
Nur Probebetrieb gefahren Keine


5.d Vorklärbecken

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.41 Räumer
Fabrikat: Purator
Korrosionsschäden; alle Teile
in Eisenausführung
Umbau auf Nirosta-Material A
3.42
3.43
Primärschlammpumpe
1 und 2
Fabrikat: ABS
Keine Mängel: funktionstüchtig Verbesserungsmöglichkeiten
der Rohrleitungsreinigung
A
3.44 Kronenheizung
Fabrikat: Normat
Schlechte Steuerung
Hohe Stromkosten
Steuerungsänderung A


5.e Belebungsbecken

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.51 O2 Drehkolbengebläse
Fabrikat: Aerzener
Leistungsfähigkeit sehr gut,
geringe Wartungskosten
hohe Effizienz, hohe Wärme-
abgabebei der Verdichtungsluft
Wärmerückgewinnung
in die Heizung,
Drehzahlsteuerung mit
Frequenzmotor
A
3.510
3.511
Rührwerke
Fabrikat:Flygt
Schlechte Umwälzung,
bauliche Fehlplanung der
Beckenauslegung
Zweites Rührwerk A
3.512 Belüfter
Fabrikat: Nokia HKP 600
Sehr hohe Verstopfungsgefahr,
Druckerhöhung, hohe
Stromkosten, nicht abschaltbar
Umstellung auf
Schlauchbelüfter
S


5.f Nachklärbecken

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.61-
3.66
Räumer 1/2/3/4/5/6
Fabrikat: Purator
Intervallbetrieb funktioniert
sehr schlecht,
Korrosionsschäden wegen
Metallkette
Instandsetzung und Umbau
der Räumanlagen mit
Kunststoffmaterial
S / A
3.67
3.68
Überschußschlamm-
pumpe 1 und 2
Fabrikat: ABS
Keine Mängel Keine
3.69
3.610
RLS - Schneckenpumpe
Fabrikat: Purator
Keine Mängel Drehzahlregelung in Abhängig-
keit der Zulaufmengen
A


5.g Faulung

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.71 Entschwefler
Fabrikat: MWB
Keine Mängel Keine
3.72
3.73
Umwälzpumpen 1 & 2
Fabrikat: Vogel
Standzeit erreicht; Austausch
der Stopfbuchsendichtung
gegen Gleitringdichtung, zu
hohe Förderleistung und
hoher Stromverbrauch
Sofortiger Ersatz notwendig
Kleinere Föderleistung
A
3.74 Voreindicker
Fabrikat: Purator
Keine Mängel Keine
3.75
3.76
Frischschlammpumpe
1 und 2
Fabrikat: Netsch
Standzeit erreicht, zu hohe
Föderleistung, zu hohe Heiz-
leistung bei Schlamm-
Erwärmung nötig
Instandsetzung und Umbau
der Räumanlagen mit
Kunststoffmaterial
S / A
3.77-
3.78
Grobstoffzerkleinerer
1 und 2
Fabrikat: Netsch
Standzeit erreicht
Schneideflächen defekt
und undicht
Sofortiger Ersatz
notwendig
A
3.79-
3.710
Schwimmschlamm-
zerstörer 1 & 2
Fabrikat: Purator
Keine Mängel Entfällt
3.711-
3.712
Gasverdichter 1 & 2
Fabrikat: Ochsner
Standzeit erreicht; hoher
Leistungsbedarf und geringe
Lebensdauer
Sofortiger Ersatz Rührwerk
Faulturm innenliegend
A


5.h Schlammhalle

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.81 Annahmestation
Fabrikat: Huber
Noch funktionstüchtig
hohe Entsorgungskosten
Einleitung direkt
in den Einlauf
A
3.82 Begleitheizung
Fabrikat: Normat
Funktionsfähig Keine
3.83
3.84
Fäkalpumpen 1 & 2
Fabrikat: ABS
Funktionsfähig Keine


5.i Fällmittelanlage

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.91 -
3.93
Pumpen 1/2/3
Fabrikat: UTB
Brauchbar Keine


5.j Heizungsanlage elektrisch

Nr Apparatebeschreibung Beurteilung / Mängel Mögliche Maßnahmen Priorität
3.101
3.102
Wärmepumpe 1/2
Fabrikat: Escher Wyss
Sehr gut für
Wärmespitzendeckung
Keine
3.103
3.104
BHKW 1/2
Fabrikat: Jenbacher
Schlammerwärmung zu 100%
von BHKW geheizt;
überschüssiges Gas wird
abgefackelt; Notkühlung mit
Wasser - Wasser - Wärme-
tauscher, erhöhte Stromkosten
hohe Betriebskosten und
Kondenswasserbildung bei
der Vernichtung; Standzeit der
Wärmetauscher und
Regelventile erreicht.
Raumtemperatur auf
15° C absenken, kann mit
höherer Leistung gefahren
werden; Steuerung mit
Gasanfall regeln
Wärmerückgewinnung
Abstrahlwärme Motor
BHKW Anschaffung einer
größeren Maschine laut
Gasanfall. z.B.: Type
Jenbacher JM (G)S 106 GS-
N/B/P.L
A
3.108
3.1020
Umwälzpumpen für die
kompletten Heizungs- und
Lüftungsanlagenr
Fabrikat: Grundfos
Funktionfähige Steuerung,
technisch veraltet
Umbau Steuerung auf
2 Leiter RS-Bus
A
3.1023 Lüftungsanlagen für
Raumlüftung
Fabrikat: Ortner
Keine zentrale Lüftungsanlage
mit Wärmerückgewinnung
schlechte Planung
Umbau der Lüftungsanlage
mit Wärmerüchgewinnung
A

 

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6. Maßnahmen, Investitionen, Einsparungen

  1. Sofortmaßnahmen
  2. Abhängige Maßnahmen

 

Annahme(1992):

Durchschnittlicher Elektrizitätspreis...............0.975 ATS
(Ohne Teuerung)


6.a Sofortmaßnahmen:

Nr Maßnahmen Nutzungs-
dauer
Investitionen
Energieeinsparungen


a) Total (ATS) Davon
Energie
Elektrizität
(kWh/a)
Wärme
(kWh/a)
3,512 Ausgetauscht zu
Schlauchbelüftern
siehe 3.51



3.61 Umbau Räumer in
Kunststoff (Werte/Räumer)
12,5 Instandhaltung
309.874
Aufpreis PVC
99.071
7.003 7.183
Total sofortige Maßnahmen
408.945 7.003 7.183


6.b Abhängige Maßnahmen:

Nr Maßnahmen Investitionen
Energieeinsparungen


Total (ATS) Davon
Energie
Elektrizität Wärme
(kWh/a)
3.11 Stababstand verkleinern
von 25 mm auf 9 mm
33.623


3.12 Stababstand verkleinern
von 25 mm auf 9 mm
33.623


3.22 Luftentnahme aus
Zuluftleitung Belebung
175.000 40.000 19.150,00 Falscher
Standort
3.23 Luftentnahme aus
Zuluftleitung Belebung
175.000 40.000 19.150,00 Falscher
Standort
3.26 Steuerungsänderung
2.000 2.000 378,00
3.44 Steuerungsänderung
2.000 2.000 781,00
3.51 Neue Belüfter
Instandhaltung Material
Planung

371.000
45.000

105.316,00
3.52 Frequenzumformer 150.000 150.000 110.256,00
3.510 Nutzung der gesamten
Belebungskapazität
11.957 11.957 12.264,00
3.511 Nutzung der gesamten
Belebungskapazität
11.957 11.957 12.264,00
3.74 Betrieb mit Beschickung 4.000 4.000 1.250,00
3.79 Entfällt durch
Rührwerkeinbau

854 876,00
3.710 Entfällt durch
Rührwerkeinbau


876,00
3.711 Rührwerkaufpreis
zu Gasverdichter
211.000


3.81 Umbau Einlauf 430 430 441,17
3.83 Entfällt
582 596,60
3.84 Entfällt 2.500 2.500 560,50
3.103 Erzeugung 2.500 55.055 56.467,00
3.104 Erzeugung 2.500 2.500 56.467,00
3.101 Erzeugung 142.000 142.000 56.327,70
3.102 Erzeugung 142.000 142.000 28.142,40

Total abhängige Maßnahmen

1.518.090

553.844


 

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7. Beschreibung der Massnahmen

  1. Reduzieren Fremdwasser Partenen
  2. Ansteuerung elektrischer Antriebe
  3. Halbierung der Belebungskapazität in der Hochsaison
    • Das FAST Verfahren in der Technologie
  4. Wärmerückgewinnung Nacheindicker
  5. zu A 3711 und 3712
  6. zu A 3.51
  7. zu A 3.101 und 3.102
  8. zu A 3.25
  9. zu A 3.15
  10. zu A 3.51

7.a Reduzieren Fremdwasser Partenen

Laut Messungen im Jahre 1995 wurden 412.100 m³ Fremdwasser von der Gemeinde Gaschurn ( Partenen) eingeleitet.

Infolge geringer Pufferung des Abwassers und sehr hohen Fremdwasseranteil werden in der Nitrifikation und Auslauf Nachklärbecken pH - Werte unter 6 gemessen. Durch diese hohe Versäuerung wurden die Becken oberflächlich sehr stark angegriffen.

Die Stickstoffentfernung wird unterbunden, weil die Temperatur des gesamten Abwassers abgesenkt wird.

Um die Oberflächenschäden der Becken zu stoppen und für die Einhaltung des vorgeschriebenen pH - Wertes im Auslauf werden als Sofortmaßnahmen von der Fa. Collini eine Natriumaluminatlösung von 1.500 l/Tag eingesetzt.

Die Mehrkosten für die Natriumaluminatlösung zur Behandlung des Fremdwasseranteile belaufen sich auf ca. 160.000.- pro Jahr für die Natriumaluminatlösung. Weiters fallen höhere Stromkosten für die O2 Belebung und das Nachklärbecken an.


7.b Ansteuerung elektrischer Antriebe:

Sämtliche elektrische Antriebe, mit entsprechend hoher Leistung, müssen mit einer entsprechenden Software und mit Einbezug des Maximumwächters versehen werden, um die Maximumleistung weiter senken zu können. Die automatischen Tagesabläufe in den Nachtstunden verlegen.

1992 1994 1998
Leistungsmaximum
Differenz in %
224 kW 120 kW
46 %
80 kW
64 %

 

Stromverbrauch

Stromverbrauch


7.c Halbierung der Belebungskapazität in der Hochsaison (2.500 m³)

Laut Untersuchung der Jahre 1994/95 durch die Fa. Hillinger , Fa. Dr. Bruno Lange, Fa. Salzmann, Firma Applied Chemicals Handels-G.m.b.H. und des Anlagepersonals hat sich gezeigt, daß die Aufenthaltszeiten mit der halben Belebungskapazität für den Abbau des Ammonium, CSB und BSB nicht ausreichen und sogar mit höheren Energiekosten ( Stromkosten) in der Biologie anfallen. Ammonium im Winter 30 - 40 mg/l Sommer 1 - 6 mg/l.

Ammoniumwerte 1992 1994/95
Ablauf Belebung 8 mg / l 30 mg / l
CSB Auslauf mit FAST Verfahren
Fa. Applied Chemicals
1997 15 - 45 mg / l ohne
FAST Verfahren
1998 < 10 mg / l mit
FAST Verfahren

 

Ammoniumwerte

Ammoniumwerte

 

Das Fast Verfahren ist eine neue Technologie zur Verbesserung der Reinigungsleistung und der Schlammqualität.

Lesen Sie mehr darüber . . .


7.d Wärmerückgewinnung Nacheindicker

Laut Kosten/Nutzung wurde festgestellt, daß ein Schlamm - Schlamm - Wärmetauscher für das abkühlen des Nacheindickers zur besseren Eindickung des Schlammes unrentabel ist.


7.e Zu 3711 und 3712

Die Energiekosten für die Faulraumumwälzung belaufen sich im Jahr 1992 mit dem Gasverdichter, Ochsner, von 24 kW ( Aufnahme 19 kW ) pro Tag auf 101 kWh ( 8 Einschaltungen zu je 40 Minuten).
Die Gasverdichter haben nach 12 Jahren mit 23.300 Betriebsstunden teilweise Totalschäden oder die Standzeit ist mit Sicherheit erreicht.

Der Umbau auf ein AAT - Vertikal - Faulbehälter - Rührwerk Type GHSL -08 mit 3,6 kW ( Aufnahme 2,7 kW ) hätte 36 % Energieeinsparung bei 24 h Betrieb.

Die maximale Leistung würde sich von 19 kW auf 2,7 kW auf 85 % reduzieren.

1992 1998
Antriebsleistung Motor 24 kW 3,6 kW
Gemessene Aufnahme 19 kW 2,7 kW

 

Maximumwerte

Maximumwerte

 

Stromeinsparung

Stromeinsparung


7.f zu A 3.51

Messung des Aerzenergebläses GMb 16.12
Luftmenge 1.300 - 3.900 m³ / h
Temperatur Luft 85 - 120° C
Betriebszeit 8.760 h / a

Diese Abwärme kann mit einem Luft - Wasser - Wärmetauscher genutzt werden. Der Wärmetauscher, mit einer Abwärmeleistung von derzeit 40 KWh 1.380 m³/h und 103 ° C Th, könnte über Reservestutzen am Hauptverteiler in das Heizsystem eingebaut werden.

Derzeitige Leistung 35 kW x 8.760 h = 306.000 kWh
~25.550 kWh / Monat
Verfügbare Leistung für andere Prozesse
(Hackschnitzeltrocknung) während 9 Monaten
229.950 kWh1.300 - 3.900 m³ / h
Verfügbare Leistung für Gebäude- und
Schlammheizung für 3 Monate
76.650 kWh

 

Wärmerückgewinnung

Wärmerückgewinnung


7.g Zu A 3.101 und 3.102

Wärmerückgewinnung BHKW - Raum

Die BHKW haben eine Strahlungswärmeabgabe von 14 kW.

Bei einer Außentemperatur von 15 - 25 °C erwärmt sich die Raumluft im Sommer auf ca. 45 °C, obwohl die Lüftung einen Leistung von 2900 m³ / h hat.

Um den Betrieb der BHKW zu gewährleisten, muß die Raumtemperatur mit einer Wärmepumpe abgekühlt werden, und die Leistung von 19 kW an das Heizungsnetz abgegeben werden.

Alternativ könnte die Überschußwärme auch mit einer Be- und Entlüftungsanlage abgeführt werden, jedoch ist dabei keine optimale Wärmerückgewinnung möglich.

Betrieb der Wärmepumpen an 220 Tagen zu je 20 h ergibt eine Wärmeleistung von 83.600 kWh.

Die Energiemenge für den Betrieb der Wärmepumpe wurde nicht mit berücksichtigt, da ohne Wärmepumpenbetrieb ca. dieselbe Energie für den Betrieb einer Be- und Entlüftungsanlage erforderlich wäre.

Die so verfügbare Leistung kann nur für Holzschnitzeltrocknung eingesetzt werden.

Investitionskosten 100.000.-


7.h Zu A 3.25

Sandklassierer

Laut Untersuchungen im ARA - Labor wurde festgestellt, daß beim Einbau eines pwl Sandklassierer / Sandwäscher, Type DL 200, folgende Einsparungen am Deponiegewicht und Energie durch den Schlammanfall erreicht werden können :

Grundlagen:

- Deponiepreis ATS 1.754,-- / t
- Sandanfall 48,70 t / a

Kosten sind ohne Frachtgebühren!

Anteil Kosten Anteil + 3% Wasser Kosten (Anteil + 3% Wasser)
Einheit % t ATS t ATS
Wasser 81,00 80,00 140.320

Organischer Anteil 12,80 12,60 22.100

Anorganischer
Anteil
6,20 6,11 10.716 6,11 + 0,18 = 6,24 11.032
Deponiegewicht 100,00 98,70 173.119

Deponieanteil 6,20 6,11 Wiederverwertbar 6,24 11.032,66

 

Deponiegebühren

Deponiegebühren für Sand

 

Sandanfall

Jährliche Sandmenge

 

Mehranfall an Biogas

1,0 t organische Substanz ergeben 770 m³ Gas
12,6 t ergeben somit einen Gasanfall von 9.702 m³ Gas

Der spezifische Gasertrag wurde bewußt geringer angesetzt, da aufgrund der Rückführung der Prozeßwässer aus der Sandklassierung ein geringer Mehraufwand in der Biologie entsteht.


7.i zu A 3.15

Laut Untersuchungen wurde festgestellt, daß beim Einbau eines pwl Intervall - Wasch - Verdichters des Typs IWV 2.500 eine Einsparung an Deponiegewicht erfolgt und Energie durch den Schlammanfall zurückgewonnen werden kann

Annahme:

Anteil Kosten Anteil + 45% Wasser Kosten (Anteil + Wasser)
Einheit % t ATS t ATS
Wasser 75,00 42,90 75.264

Organischer Anteil 6,50 3,71 6.507

Anorganischer
Anteil
18,50 10,58 18.557 10,58 + 4,76 = 15,34 26.908
Deponiegewicht 100,00 57,20 100.324

Deponiereduktion
14,29 25.064 15,34 26.908

Kosten sind ohne Frachtgebühren!

 

Rechengut

Rechengut in Tonnen

 

Kostenübersicht

Kostenübersicht

 

Mehranfall an Biogas

1,00 t organische Substanz ergeben 770 m³ Gas
3,70 t ergeben somit einen Gasanfall von jährlich 2.849 m³ Gas

Der spezifische Gasertrag wurde bewußt geringer angesetzt, da aufgrund der Rückführung der Prozeßwässer aus der Sandklassierung ein geringer Mehraufwand in der Biologie entsteht.


7.j zu A 3.51

O2 Gebläse Belebung

Die elektrischen Antriebe werden mit einem Frequenzumformer ausgerüstet. Die Gebläse von Aerzener GMb 16.12, Baujahr 1984, mit ihrem hohen Wirkungsgrad bleiben weiterhin in Betrieb. Die Luftmenge ist von 1080 - 3900 m³ / h regelbar.
Der Betrieb der ARA - Montafon wird sehr vom Fremdenverkehr beeinflußt und dies beinhaltet ein großes Potential um die Stromkosten senken zu können. Dazu ist ein Frequenzumformer einzubauen.

Der Stromverbrauch im Jahre 1992 belief sich auf 535.672 kWh, durch den Umbau auf Schlauchbelüftung reduzierte sich der Stromverbrauch auf 430.356 kWh im Jahre 1994. Durch den Einbau der Drehzahlsteuerung wird sich der Stromverbrauch im Jahre 1998 voraussichtlich auf ca. 290.000 kWh reduzieren, bezogen auf dieselbe Schmutzfracht wie im Jahre 1992.

1992 1994 Soll 1999
Stromverbrauch in kWh 535.672 430.356 320.100
Differenz in %
bis ca. 20 bis ca. 40

 

Stromverbrauch

Stromverbrauch

 

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8. Bilanzen

  1. Elektrische Energie
  2. Wärmeenergie
  3. Energieeinsparung und Energienutzung

 

Überblick Resultate:

Ist 1992 Resultate 1998 Differenz /
Einsparung
Energieverbrauch
       Wärme kWh/a
       Elektrizität kWh/a

694.287
1.084.292

640.065
722.408

-54.222
-361.884
Eigenversorgungsgrad kWh/a
339.108
46%

Energiezukauf elektrisch kWh/a 879.900 383.300 -496.600
Investitionen ATS
460.000

 

Bilanzen

Bilanzen


8.a Elektrische Energie:

Elektrizitätsverbrauch

Verbrauch
kWh/a
Eigenerzeugung
kWh/a
Fremdbezug
kWh/a
1992 1.084292 204.392 879.900
1993 930.398 293.998 636.400
1994 803.522 317.322 486.400
1995 798.424 344.024 454.400

 

Energie- und Mehreinsparung

Verbrauch
kWh/a
Eigenerzeugung
kWh/a
Fremdbezug
kWh/a
Differenz 1995-1992 285.868 139.632 425.500
1998 722.408 334.108 383.300
Differenz 1998 - 1992
Einsparung
-361.884 134.716 -496.600

 

Elektrische Energie

Elektrische Energie

 

Elektrizitätsverbrauch Sollzustand

Elektrizitätsverbrauch Sollzustand

 

Elektrizitätsverbrauch Ist-Zustand

Elektrizitätsverbrauch Ist - Zustand

 

Energieflußdiagramm: Elektrische Energie Ist - Zustand


8.b Wärmeenergie:

Verbrauch

kWh/a
Eigenerzeugung BHKW

kWh/a
Thermische Energie
Wärmepumpen für Heizung
kWh/a
1992 694.487 457.687 236.800
1993 592.650 518.150 74.500
1994 625.541 594.741 30.800
1995 759.087 696.787 62.300

 

Wärmeenergieerhöhung / Wärmerückgewinnung:

Verbrauch

kWh/a
Eigenerzeugung BHKW

kWh/a
Thermische Energie
Wärmepumpen für Heizung
kWh/a
Differenz 1995 - 1992 64.600 239.100 174.500
1998 640.065 575.565 0
Differenz 1998 - 1992 54.422 117.878 236.800

 

Thermische Energie

Thermische Energie

 

Wärmeverbrauch Ist-Zustand

Wärmeverbrauch Ist -Zustand

 

Wärmeverbrauch Soll-Zustand

Wärmeverbrauch Soll - Zustand

 

Energieflußdiagramm: Wärme Ist - Zustand (1992)

Energieflußdiagramm: Wärme Soll - Zustand (1999)

 

Energieeinsparung und Energienutzung Vergleich 1992 - 1995

Erhöhung der Reinigungsleistung von 95.8% auf 97,2% mit 52% weniger Energiezukauf und höherer Schmutzfracht.

 

Vergleichstabellen 1992 - 1995

Vergleichtabellen 1992 / 1995


8.c.1 Gesamter Energieverbrauch:

Einheit Zugekaufte
Energie 1992
Zugekaufte
Energie 1995
Einsparung
in kWH
Einsparung
in %
Elektrischer Stom kWh 879.900,00 454.400,00 425.500,00 -48,36
Leistungsmaximum VIW kW 224,00 144,00 80,00 -35,71
Them. Energie
Wärmepumpen
kWh 236.600,00 62.300,00 174.500,00 73,69
Propang Gasmotoren
BHKW
Norm / m³ 498,00 0,00 498,00 100


8.c.2 Energie Nutzung:

Im Jahre 1992 wurden ca.33.180 Nm³ Gas abgefackelt. Aufgrund der Steuerungs- und Betriebsänderung konnten nachstehende Energiemengen elektrisch und thermisch gewonnen werden:

Elektrische Energie Thermische Energie Gesamt
kWh kWh kWh
Energiegewinnung
durch BHKW
82.950,00 142.200,00 225.150,00

Durch die Optimierung des BHKW - Betriebes war der Zukauf von Propangas nicht mehr erforderlich.


8.c.3 Wärmeerzeugung

Energievergleich

1992 1995
Wärmepumpe 1 u. 2 in kWh Verbrauch 236.600,00 30.800,00
Gasmotor 1 u. 2 in kWh Erzeugung 457.687,00 696.787,00

 

Verbrauch Wärmepumpen

Verbrauch Wärmepumpen und Erzeugung durch Gasmotoren


8.c.4 Betriebsstunden BHKW:

1992 1995
Betriebsstunden

Gesamte Stunden 7259,00 10179,00
% 100 % 140,23 %

 

Betriebsstunden BHKW Die Anzahl der Betriebsstunden der
BHKW´s hat sich um 40% (2.920 STD.)
erhöht, somit auch die thermische
und elektrische Energie.


8.c.5 Biogasverbrauch Gasmotoren 1 und 2:

1992 1995
Nm³ 148.762,00 246.491,00
% 100 % 165,69 %

Durch die optimale Nutzung des Faulturmes kann über 65% mehr Gas erzeugt werden.

 

Energieaufschlüsselung - Strom in kWh

1992 1995
Erzeugung Generatoren 204.392,00 344.024,00,00
Sauerstoffeintrag B. Becken 553.672,00 440.288,00
Verbrauch ARA mit BHKW´s 1.084.992,00 798.424,00
Gesamtmessung VIW 879.900,00 454.400,00
Trafostation Hochtarif 547.780,00 277.000,00
Trafostation Niedertarif 332.120,00 177.400,00
Trafostation Blindstrom / Kvar 1.122,50 662,41

 

Stromreduktion

Stromreduktion 1992 / 1995

 

Aus der vorhergehendenTabelle und dem Diagramm ist festzustellen, daß die Eigenerzeugung um 68% angestiegen ist und dagegen die Stromzukäufe bei der VIW um über 51% abgenommen haben.


8.c.6 Energiezukauf - Gas - Strom

1992 1995
Strombezug kWh / Jahr 879.900,00 454.400,00
Strombezug zu 1992 100 % 51,00 %

 

Gesamtstrombezug

Gesamtstrombezugsreduktion 1992 / 1995


8.c.7 Energiezukauf Propangas für BHKW:

1992 1994 1995
Propangas Verbrauch in m³ 498,00 22,00 0,00
Propangasbezug zu 1992 100 % 4,41 % 0 %

 

Verbrauch Propangas

Energieverbrauch Propangas

 

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9. Weitere geplante Vorgehensweise

  • Verwendung des bestehenden Regenüberlaufbeckens in Schruns zur Verringerung der hydraulischen Spitzen 1/2 Volumen ( Becken ) als Puffer.
  • Erneugerung der speichprogrammierbaren Steuerung, als Erfordernis für die oben angeführten Maßnahmen
  • Erstellung einer entsprechenden Software (inkl. Erneuerung der Hardware), Begründung wie oben
  • Installation eines den neuen Rahmenbedingungen entsprechenden Maximumwächters.
  • Überprüfung der Antriebe auf deren Dimensionierung im Hinblick auf die derzeitige Auslastung in Zukunft, aufgrund der zu erwartenden Lebensdauer der Antriebe und der vorhandenen Effizienz.
  • BHKW neue Größenaufteilung

 

Zulaufmengen während des Jahres auf der ARA Montafon

Einheit 1992 1993 1994 1995 1996 1998
Januar m3 152.103 139.382 171.086 155.372 132.399 142.643
Februar m3 159.584 139.130 145.305 157.621 132.322 133.884
März m3 198.650 149.868 166.520 158.556 142.390 128.431
April m3 154.364 115.641 117.370 164.113 100.818 97.787
Mai m3 114.027 106.384 129.198 117.108 95.262 75.789
Juni m3 109.154 116.348 121.572 150.614 97.711 97.721
Juli m3 123.383 165.408 132.587 149.516 143.783 109.379
August m3 128.348 132.895 173.610 154.045 122.272 117.069
September m3 114.933 140.073 173.242 132.519 133.038 123.182
Oktober m3 106.707 131.366 109.644 104.448 138.644 121.058
November m3 120.556 88.526 100.169 97.288 118.132 103.066
Dezember m3 123.325 119.724 113.361 120.504 139.484 117.802
Gesamt m3 1.605.134 1.544.745 1.653.664 1.661.704 1.496.255 1.365.811

Zulaufmengen 1992 - 1998

 

Zulaufmengen

Zulaufmengen in den Jahren 1992 - 1998